Arbeit-Werte-Glück

Arbeit – Werte – Glück 

Der Club of Vienna ladet Sie sehr herzlich ein zur Tagung

am Donnerstag, den 15. Mai 2014; 09,oo bis 17,oo Uhr

Ort: Diplomatische Akademie, Favoritenstraße 15A, 1040 Wien 

Tagungsprogramm: siehe attachment

Von der 68er Bewegung zum Neoliberalismus

Von der 68er Bewegung zum Pyrrhussieg des Neoliberalismus

Sozialphilosophische Aufsätze zu 1968, Fordismus, Postfordismus und zum bedingungslosen Grundeinkommen

Karl Reitter unterrichtet Philosophie an der Universität Wien und Klagenfurt und hat sich mit einer Arbeit zu Marx und Spinoza habilitiert.

Der Autor bilanziert mit diesem Sammelband die gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung der letzten Jahrzehnte. Ausgehend von einer Analyse der 68er Bewegung sowie der kritischen Rezeption des Begriffs der gesellschaftlichen Synthesis bei Sohn-Rethel mündet das Buch in einem engagierten Plädoyer für das Projekt des bedingungslosen Grundeinkommens, dessen Relevanz sich vor allem aus seinem Charakter als Übergangsforderung ergebe. Im Zentrum des Buches steht Analyse der Transformationen vom Fordismus zum Neoliberalismus, wobei die Entwicklung der Profitrate als das Treibende der geschichtlichen Entwicklung ausgewiesen wird. Durch Bezugnahme auf organisatorische, lebensweltliche und kulturelle gesellschaftliche Entwicklungen sowie der Rekurs auf die Debatte um mögliche emanzipatorische Aspekte der gegenwärtigen Epoche werden ökonomistische Engführungen vermieden und erneut die analytische Kraft Marxscher Kategorien belegt. Die Beiträge sind in sich abgeschlossen, ergeben jedoch in der Zusammenschau ein komplexeres Bild, als es aus den einzelnen Aufsätzen hervorgeht.

Wiener Verlag für Sozialforschung

ISBN: 9783944690209;  Preis: 29,90 €;  124 Seiten

Verfügbar ab: 30.04.2014

Arbeit als Recht, Einkommen als Pflicht

DAS FINANZTRANSFERMODELL DES BEDINUNGLOSEN GRUNDEINKOMMENS

Arbeit als Recht, Einkommen als Pflicht

von Ramsauer Markus Elias, BRG Hallein

Der Mensch ist noch sehr wenig, wenn er warm wohnt und sich satt gegessen hat, aber er muß warm wohnen und satt zu essen haben, wenn sich die bessere Natur in ihm regen soll“

Friedrich Schiller

Mit dieser (Geografie)/Wirtschaftskunde-Fachbereichsarbeit kann Menschen, die sich mit einem BGE bisher noch nicht auseinandergesetzt haben, ein, in einer einfacheren Sprache als bei wirtschaftlichen Arbeiten üblich, verfasster Überblick zu dem Themenbereich gegeben und Interessent/-innen eines Grundeinkommens eine Hilfe bei der Diskussion geboten werden.

Markus Ramsauer

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Universelles Einkommen

Philipp Van Parijs,

für die Einführung eines universellen Einkommens

 = Grundeinkommen

Um unsere Sozialmodelle zu verbessern, ja um sie überhaupt zu retten, genügt es nicht, uns an das zu klammern, was wir haben. Sie müssen umgebaut werden, und zwar so, dass während des ganzen Lebens ein einfaches Hin- und Her ermöglicht wird zwischen Erwerbsarbeit, Ausbildung, und unbezahlten Tätigkeiten in und außerhalb der Familie.

Um diese Flexibilität zu erreichen, müsste die Zentrierung des ersten Studienabschnitts der Universitäten und Hochschulen auf junge Erwachsene reduziert werden, die Arbeitsgesetzgebung müsste reformiert werden, um freiwillige Teilzeit zu erleichtern, ein Urbanismus des Miteinander wäre zu fördern, um eine informelle Solidararität in den Bezirken und städtischen Bereichen zu erleichtern. Dazu müsste unter das gesamte System der Einkommensverteilung ein Sockel eingeschoben werden: ein bescheidenes Einkommen, das jedem und jeder ausbezahlt wird, ob beschäftigt oder arbeitslos, PensionistIn, StudentIn, Elternteil zuhause oder nichts von all dem.

Dieses Einkommen muss allgemein sein – Reichen wie Armen zukommen – um leichter ja sagen zu können zu Tätigkeiten, die nicht oder wenig bezahlt sind, aber die Mühe lohnen, insbesondere Ausbildungen und Anstellungen die vorerst wenig bringen, aber mit einem guten Anteil an Ausbildung verbunden sind.

Dieses Einkommen muss bedingungslos sein – freiwilligen wie unfreiwilligen Arbeitslosen zukommen – um leichter nein sagen zu können zu Arbeitsplätzen, die in sich uninteressant sind und wenig versprechen in Bezug auf Ausbildung oder Aufstiegsmöglichkeiten.

Entfaltung des Humankapitals

Ein solches Einkommen steht im Zentrum eines emanzipatorischen und aktiven Sozialstaats, einer Form, die auf intelligente Weise auf die Entfaltung des Humankapitals setzt, anstatt auf den Zwang zu einer nicht gewählten Arbeit.

Aber macht Bedingungslosigkeit das Grundeinkommen nicht fundamental ungerecht? Muss unsere gemeinsame Großzügigkeit nicht jenen vorbehalten bleiben, die arbeiten wollen, aber nicht können?

Sicher, solange wir Gerechtigkeit nur als Solidarität sehen, die jene Risiken abdeckt, denen jeder ausgesetzt ist. Aber Gerechtigkeit bedeutet viel grundsätzlicher, einen Teil der sehr ungleichen Gaben, die wir dem zufälligen Zusammenspiel unserer Talente, unserer familiären Abstammung, der Gegend oder dem Land in dem wir aufgewachsen sind, und vielen anderen Lebensumständen verdanken, gerecht zu verteilen.

Die Idee ist nicht neu, erfreut sich aber heute in Europa einer nie dagewesenen Popularität. Nachdem im Oktober vergangenen Jahres die erforderlichen 100.000 Unterschriften deponiert wurden, muss die Regierung der Schweiz in den kommenden zwei Jahren eine Volksabstimmung über den Vorschlag organisieren, ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen, das es der gesamten Bevölkerung ermöglichen soll, ein würdiges Leben zu führen und am öffentlichen Leben teilzuhaben.

Gleichzeitig gibt ein Europäisches Bürgerbegehren (basicincome2013.eu) Anlass zu einer sehr breiten Diskussion in den meisten Mitgliedsstaaten der Union. Dennoch eine radikale Idee? Zweifelsohne. Und dennoch absolut notwendig, um die Hoffnung auf ein Sozialmodell, das den Anforderungen von Gerechtigkeit und Effizienz besser entspricht, glaubwürdig zu vertreten.


Übersetzung von Lieselotte Wohlgenannt, KSÖ

ursprünglicher Text aus Le Monde

Ich unterstütze die EU-BürgerInnen Initiative für ein Bedingungsloses Grundeinkommen


Stephan Schulmeister

Austrian Institute of Economic Research

"Ich halte die Rückkehr zu einer konsequenten Vollbeschäftigungspolitik für eine bessere Option als das bedingungslose Grundeinkommen. Dennoch unterstütze ich die Bürgerinitiative und wünsche ihr den größtmöglichen Erfolg. Dieser würde eine breitere Debatte über die soziale Lage in Europa erzwingen und eine solche Debatte ist dringend nötig".

Berlin BGE-Demo

Berlin, 14. September 2013

Eine bunte Grundeinkommensdemo mit vielen Gästen aus Europa

https://www.grundeinkommen.de/23/09/2013/eine-bunte-grundeinkommensdemo-mit-vielen-gaesten-aus-europa.html

Woche des BGE 2013


Österreichische Veranstaltungen im Rahmen der

6. Internationalen Woche des Grundeinkommens

PDF zum download

Details zu den Veranstaltungen auf www.pro-grundeinkommen.at

Überblick über die Veranstaltungen in Deutschland auf www.woche-des-grundeinkommens.eu

Anhänge:
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„Teil der Lösung“

Foto von Mitherausgeber Werner Rätz „Teil der Lösung“ – Neuer Sammelband zum Grundeinkommen als Ausweg aus der Krise

Ausweg Grundeinkommen

Neuer Sammelband zum Grundeinkommen mit dem Titel „Teil der Lösung“ erschienen beim Rotpunktverlag. Im Zentrum stehen die Fragen, wie wir leben und arbeiten, was wir produzieren wollen und wie. Das Buch zeigt, dass das Grundeinkommen nicht ein „Irrweg“ ist, wie der Ökonom Heiner Flassbeck meint, sondern ein möglicher Ausweg aus der sozialen und ökologischen Krise.

Ende August erschien der Sammelband „Teil der Lösung. Plädoyer für ein bedingungsloses Grundeinkommen“ im Rotpunktverlag. Ronald Blaschke (Mitbegründer des Netzwerks Grundeinkommen Deutschland) und Werner Rätz (Mitinitiator von ATTAC Deutschland) sind die Herausgeber. Das Buch mit 12 Beiträgen von 15 AutorInnen ist ein Plädoyer für ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) und beschäftigt sich damit, wie wir leben und arbeiten, was wir produzieren wollen und wie. Es reagiert außerdem auf die Kritik von Ökonom Heiner Flassbeck, wonach das BGE ein „Irrweg“ wäre. Die AutorInnen zeigen, dass das BGE finanzierbar ist und einen möglichen Ausweg aus sozialer und ökologischer Krise bietet.

Lösung der sozialen und ökologischen Krise

Kapitalistische Arbeits- und Eigentumsverhältnisse können vielen Menschen keine soziale Sicherheit bieten, nicht einmal in Europa. Ausgehend von dieser Beobachtung zeigen die Beiträge in „Teil der Lösung“, dass und wie das Grundeinkommen nicht nur zur Lösung der sozialen Frage beitragen könnte, denn das BGE sei mehr als Armutsbekämpfung. Es eröffne auch neue Antwortmöglichkeiten auf die Frage, wie wir leben und arbeiten wollen. Außerdem wäre das BGE eine Möglichkeit dem Wachstumswahn zu entkommen und würde den Weg für den Umbau zu einer ökologisch nachhaltigen Ökonomie ebnen. Auch auf den Einwand, dass diese versprochenen Lösungen nie umgesetzt werden könnten, weil das BGE nicht finanzierbar sei und angeblich die eigene ökonomische Basis untergraben würde, wird in dem Buch eingegangen.

Marktmensch auf Irrwegen der Ökonomie

Laut dem Ökonomen Heiner Flassbeck und seinen Co-AutorInnen würde ein Grundeinkommen die finanziellen, sozialen und gesellschaftlichen Ungleichheiten weiter verschärfen. Die AutorInnen des Sammelbandes reagieren auf diese Kritik, wonach das Grundeinkommen ein Irrweg sei. Sie halten dem entgegen, dass vielmehr der bedingungslose Kapitalismus ein Irrweg ist, auf dem der Mensch zum Marktmenschen wird und sich mit sozialen und ökologischen Problemen konfrontiert sieht. Das Grundeinkommen als Menschenrecht auf soziale Sicherheit biete einen Ausweg.

Ausweg Grundeinkommen in Sichtweite

Dass der Ausweg Grundeinkommen bereits in Sichtweite ist, zeigt der Beitrag von Albert Jörimann (ehemaliger Präsident von B.I.E.N – Basic Income Earth Network Schweiz). In der Schweiz wird das Grundeinkommen in den kommenden Jahren dem Härtetest direkter Demokratie unterzogen. Eine Volksinitiative hat bereits genügend Unterschriften für eine verbindliche Volksabstimmung gesammelt. In einem weiteren praxisnahen Beitrag wird auf die konkreten Erfahrungen mit dem Grundeinkommen in Namibia eingegangen und über das Potenzial eines BGE reflektiert.

Beitrag aus Österreich

Unter den 15 AutorInnen finden sich auch drei Österreicherinnen: Margit Appel (ksoe – Katholische Sozialakademie Österreichs), Luise Gubitzer (WU Wien, Vorständin des Institut für Institutionelle & Heterodoxe Ökonomie) und Lieselotte Wohlgenannt (Grundeinkommens-Vordenkerin, verfasste 1985 gemeinsam mit Herwig Büchele das Buch „Grundeinkommen ohne Arbeit“) haben gemeinsam ein Kapitel verfasst, in dem argumentiert wird, dass das BGE mehr an Geschlechtergerechtigkeit, Freiheit und Ressourcenschonung bringen würde.

Die Autorinnen bezeichnen die derzeitigen Ergebnisse der primären Einkommensverteilung als ungerecht, unsozial, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zerstörend und die Demokratie zersetzend. Für Frauen sei es riskant, sich auf sie zu verlassen, daher ist zu prüfen, inwiefern das bedingungslose Grundeinkommen ein Instrument zur Stärkung der Macht von Frauen am Arbeitsmarkt sein kann. Aus der Perspektive der Feministischen Ökonomie werden erweiterte Konzepte von Verteilung, Leistung und Ressourcen gedacht und gezeigt, dass zur Verteilung mehr zur Verfügung steht als die aktuell erwirtschaftete Wertschöpfung.

 

„Teil der Lösung“ beim Rotpunktverlag:

http://www.rotpunktverlag.ch/cgibib/germinal_shop.exe/VOLL?titel_nummer=58302&titel_id=58302&caller=rotpunkt

Download: Buchbesprechung von Erich Kitzmüller als .pdf

Grundeinkommen -Kernthema christl. Sozialethik

Bedingungsloses Grundeinkommen. Ein Kernthema christlicher Sozialethik.

Vor den praxistauglichen Lösungsvorschlägen sind Grundfragen zu klären. Etwa nach der „Bestimmung der Erdengüter für alle Menschen“, der sittlichen Qualität moderner Erwerbsarbeit, der Zumutung von Freiheit und Verantwortung.

Markus Schlagnitweit, Artikel, in: Nachrichten und Stellungnahmen der Katholischen Sozialakademie Österreichs, 04/2013

http://www.ksoe.at/gp/index.php?option=com_content&task=view&id=291&Itemid=91


EU BürgerInnen Initiative online


WICHTIG   WICHTIG   WICHTIG

1)     EU BürgerInnen Initiative Bedingungsloses Grundeinkommen:

Das Unterschriften-Formular ist ab sofort online: 
http://basicincome2013.eu
oder
https://ec.europa.eu/citizens-initiative/REQ-ECI-2012-000028/public/index.do?lang=

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