Das BGE in der öffentlichen Diskussion

Das BGE in der öffentlichen Diskussion

Im PROFIL, bei Armin Wolf im ORF und bei Markus Lanz im ZDF wird Grundeinkommen breit diskutiert und der Autor David Richard Precht wird mit seinem neuen Buch Hirten, Jäger, Kritiker, in dem er das BGE ausführlich argumentiert, vorgestellt.

Wir empfehlen folgende Bücher all jenen, die sich genauer mit dem  Grundeinkommen beschäftigen wollen.

Wir haben die Inhalte kurz  charakterisiert, damit ihr besser entscheiden könnt, ob euch der eine  oder andere Titel näher interessiert.

 

Bücher, die sich ausschließlich mit dem Grundeinkommen beschäftigen:

Herwig Büchele, Lieselotte Wohlgenannt; „Grundeinkommen ohne Arbeit –  Auf dem Weg zu einer kommunikativen Gesellschaft“, 2016, ÖGB-Verlag Wien, 164 Seiten, 24,90 Euro

Dieses von der Katholischen Sozialakademie herausgegebene Buch stellt  einen um aktuelle Beiträge erweiterten Nachdruck des gleichnamigen  „Klassikers“ aus 1985 dar. Dieses Buch stellte seinerzeit die erste  umfassende Publikation aus Österreich dar, in der entschieden für das  Grundeinkommen plädiert wird.

https://www.grundeinkommen.de/20/07/2016/grundeinkommen-ohne-arbeit-auf-dem-weg-zu-einer-kommunikativen-gesellschaft.html

Werner Rätz, Dagmar Paternoga; „Zukunftsmodell Grundeinkommen? Recht auf  Teilhabe, soziale Sicherung und ein wenig Utopie“ 2017, AttacBasisTexte 50 Hamburg, 96 Seiten, 7 Euro

Dieses Buch informiert in knapper, aber präziser Form über die  wichtigsten Argumente pro Grundeinkommen und widerlegt populäre  Einwände. Zugleich informiert der Text über die wichtigsten Strömungen  in der deutschen Grundeinkommensbewegung und scheut sich auch nicht,  Kontroversen zu benennen. Wer also wissen will, wie in der deutschen  Grundeinkommensszene gedacht und diskutiert wird, sollte dieses Buch kennen.

https://www.vsa-verlag.de/nc/detail/artikel/zukunftsmodell-grundeinkommen/

Yannick Vanderborght, Philippe Van Parijs; Ein Grundeinkommen für alle?  Geschichte und Zukunft eines radikalen Vorschlags“ 2005, Campus Verlag Frankfurt/New York; 168 Seiten, 16,95 Euro

Obwohl aus wissenschaftlicher Perspektive geschrieben, ist das Buch  trotzdem klar und einfach verfasst. Die Idee des Grundeinkommens wird  detailliert diskutiert wobei der historischen Vorgeschichte dieser Idee  besonderes Augenmerk geschenkt wird.

https://www.perlentaucher.de/buch/philippe-van-parijs-yannick-vanderborght/ein-grundeinkommen-fuer-alle.html

Ronald Blaschke, Adeline Otto, Norbert Schepers (Hrsg.); „Grundeinkommen  – Von der Idee zu einer europäischen politischen Bewegung. Mit einem  Vorwort von Katja Kipping“ 2012, VSA Verlag Hamburg, 254 Seiten, 16,80 Euro

In diesem Sammelband werden vor allem die verschiedenen konkreten  Vorschläge möglicher Ausgestaltungen des Grundeinkommens diskutiert und  aktuelle politische Debatten dazu dargestellt.

 http://www.ksoe.at/gp/index.php?option=com_content&task=view&id=215&Itemid=84

Karl Reitter; „Bedingungsloses Grundeinkommen – Intro“ 2012, Mandelbaum Verlag Wien, 104 Seiten, 10 Euro

Dieses Buch bietet in knapper Form eine umfassende Einführung in die  Konzeption des Grundeinkommens, informiert über bisherige Experimente  dazu und beschäftigt sich mit üblichen Einwänden.

 http://www.ksoe.at/gp/index.php?option=com_content&task=view&id=281&Itemid=84

Ronald Blaschke, Werner Rätz (Hrsg.); „Teil der Lösung. Plädoyer für ein  bedingungsloses Grundeinkommen“ 2013; Rotpunkt Verlag Zürich, 202 Seiten, 17,90 Euro

Wie der Titel bereits vermuten lässt, geht es in den zahlreichen  Beiträgen darum jene Einwände zu widerlegen, wie sie insbesondere von  sozialdemokratischer Seite, repräsentiert unter anderem durch Heiner  Flassbeck, geäußert werden. Der Beitrag von Appel, Gubitzer und  Wohlgenannt zeigt, das insbesondere aus feministischer Sicht alles für  ein Grundeinkommen spricht.

https://www.grundeinkommen.de/wp-content/uploads/2013/08/teil-der-losung.pdf

Bücher, in denen die Forderung nach einem Grundeinkommen in eine  gesellschaftspolitische Untersuchung eingebettet ist.

Michael Hirsch; „Die Überwindung der Arbeitsgesellschaft. Ein politische  Philosophie der Arbeit“ 2016, Springer Verlag Wiesbaden, 262 Seiten, 35,- Euro
Hirsch zeigt anhand der aktueller Entwicklungen, dass die Überwindung  der Arbeitsgesellschaft objektiv möglich und politisch geboten ist.  Radikale Arbeitszeitverkürzung und das Grundeinkommen seien dafür die  geeigneten Maßnahmen. Ein weiters Beharren auf der Orientierung „Sozial  ist, was Arbeit schafft“ könne nur autoritär und undemokratisch  durchgesetzt werden. Zudem setze eine angemessene Beteiligung der Männer  an der Haus- und Pflegearbeit die Überwindung der Lohnarbeit als erste  Quelle des Einkommens und der sozialen Identität voraus.

Wem die Lektüre  des Buches zu schwierig erscheint, sei der Mitschnitt eines Vortrags des  Autors empfohlen:

https://www.youtube.com/watch?v=WDWCxmIoHIg

Guy Standing; „Prekariat – Die neue explosive Klasse“ 2015, Unrast Verlag Münster, 278 Seiten, 18,- Euro

Guy Standing, Professor an der School of Oriental and African Studies in  London und wichtiger Aktivist des Basic Income Earth Networks (BIEN),  zeigt in seinem Buch detailliert das Entstehen und die Ausweitung der  neuen, prekären Arbeitsverhältnisse auf. Es würde eine neue Schicht von  Werktätigen entstehen, denen es grundlegend jenen Sicherheiten und  Rechten mangelt, die in traditionellen Arbeitsverhältnissen noch gegeben  sind. Herkömmliche gewerkschaftliche Politik können die soziale Lage  des entstehenden Prekariats nicht nachhaltig verbessern. Die Antwort auf  diese Problematik könne nur im bedingungslosen, garantierten  Grundeinkommen bestehen.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/international/906158_Die-Leute-haben-uns-natuerlich-als-Kommunisten-beschimpft.html

Nick Srnicek, Alex Williams; „Die Zukunft erfinden – Postkapitalismus  und eine Welt ohne Arbeit.“ 2016, TIAMAT Berlin, 384 Seiten, 24,- Euro

Der Verlust von Arbeitsplätzen durch Automatisierung und Robotereinsatz  sei nur dann ein Problem, wenn nach wie vor an einer Vollbeschäftigung  für alle festgehalten werde. Diese Entwicklung ermögliche es hingegen  die notwendige Arbeitszeit massiv zu verkürzen und zugleich ein  bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen. Die Forderung nach weiterer  umfassender Automatisierung und die Demontage des Lohnarbeitsethos seien  dafür flankierende Maßnahmen. Diese Perspektive verbinden die Autoren  mit einer Kritik an linken und ökologischen Bewegungen, die den  Fortschritt der Produktivität Einhalt gebieten, anstatt die darin  enthaltenen Möglichkeiten verwirklichen wollen.

https://www.perlentaucher.de/buch/nick-srnicek-alex-williams/die-zukunft-erfinden.html