Sabine Jungwirth meint zum Grundeinkommen


Sabine Jungwirth

Bundessprecherin Grüne Wirtschaft Österreich  

Der Klimawandel und die Veränderungen in der
Arbeitswelt durch die Digitalisierung sind für
mich die beiden größten Herausforderungen
unserer Zeit, die es rasch anzugehen gilt.    

Eine echte Klimakatastrophe werden wir nur verhindern können, wenn es uns gelingt ein Ressourcen schonenderes Leben zu führen. Für die Zukunft der Arbeit gilt es eine Transformation des Arbeitsbegriffs vorzunehmen, sodass jede Form der Tätigkeit für unsere Gesellschaft als wertvoll betrachtet wird. Damit muss sich die Rolle des Menschen im Wertschöpfungsprozess ebenfalls verändern und eine neue Form der Verteilung der ökonomischen Erträge gefunden werden.

Für beide Bereiche könnte das Bedingungslose Grundeinkommen eine Lösung sein. Es ermöglicht eine finanzielle Basisabsicherung, die auch für diejenigen, die in den derzeit nicht entlohnten Bereichen der Care-, Reproduktions- und Freiwilligenarbeit wichtige Beiträge erbringen, Sicherheit herstellt. Gleichzeitig birgt es die Chance eine bessere Fairteilung von Erwerbsarbeit herbeizuführen, wodurch wir mehr Zeit für Reparaturarbeit, Pflege sozialer Beziehungen etc. gewinnen könnten. Das Bedingungslose Grundeinkommen bietet also die Chance auf ein Leben mit neuen Qualitäten, die es erleichtern den Weg in eine Suffizienz- und Subsistenzwirtschaft zu beschreiten.