Presseaussendungen

PA: Int. Woche des Grundeinkommens

Pressemitteilung Runder Tisch – Grundeinkommen

Wien, 01.08.2013

 

6. Internationale Woche des Grundeinkommens von 16. - 22.9.2013

Diesesjährige Grundeinkommens-Woche im Zeichen der Europäischen BürgerInnen-Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Geplant sind: Demo in Berlin, Eintragungswoche im Wiener Rathaus, Podiumsdiskussionen, Vorträge und Infotische.

Bereits zum sechsten Mal findet heuer die Internationale Woche des Grundeinkommens statt, in diesem Jahr vom 16. bis 22. September unter dem Motto „Europa bedingungslos sozial“. Sie steht ganz im Zeichen der Europäischen BürgerInnen-Initiative (EBI) für ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) und damit für ein sozialeres Europa.

Grundeinkommensdemo in Berlin

Als Einstimmung auf die Internationale Woche des Grundeinkommens, nämlich bereits am 14. September, wird es in Berlin eine Demonstration mit dem Titel „Grundeinkommen ist ein Menschenrecht“ geben. OrganisatorInnen der EBI BGE aus allen Mitgliedsländern der EU, unter anderem aus Österreich, werden sich mit Redebeiträgen beteiligen. VertreterInnen der erfolgreichen Schweizer Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen werden der EBI vor der Schweizer Botschaft einen symbolischen Anstoß geben. Über 5.000 TeilnehmerInnen haben sich bereits auf facebook angekündigt.

Eintragungswoche für Grundeinkommen im Wiener Rathaus

Die Grundeinkommens-AktivistInnen wollen potentiellen UnterstützerInnen die Unterschriftabgabe erleichtern. Deshalb werde es über den gesamten Zeitraum der Woche des Grundeinkommens die Möglichkeit geben, die EBI BGE wie ein Volksbegehren an öffentlichen Stellen zu unterschreiben. Unter anderem wurde eine Anfrage an den Bürgermeister Michael Häupl gesendet, Räumlichkeiten im Wiener Rathaus für dieses europäische Instrument der BürgerInnenbeteilung zur Verfügung zu stellen. „Die Stadt Wien setzt auf die Förderung der Bürger- und Bürgerinnenbeteiligung, wie die Volksbefragungen der letzten Jahre zeigen,“ geben sich die AktivistInnen zuversichtlich, dass ihrem Ansuchen stattgegeben wird. Auch an anderen öffentlichen Stellen sowie in großen Betrieben soll es Eintragungsmöglichkeiten geben.

Mitglieder des BürgerInnenkomitees bei Podiumsdiskussion im Burgkino

Am Dienstag, den 17. September findet von 18 bis 21 Uhr im Burgkino in Wien eine Podiumsdiskussion mit Sepp Kusstatscher (ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments, Vorsitzender der Südtiroler Grünen und Mitglied im BürgerInnenkomitee zur Durchführung der EBI BGE), Klaus Sambor (Vorsitzender des europäischen BürgerInnenkomitees der EBI BGE), Albert Jörimann (ehemaliger Präsident von B.I.E.N. – Basic Income Earth Network Schweiz) und Margit Appel (ksoe – Katholische Sozialakademie Österreichs) als Moderatorin statt.

Die EBI BGE sammelt bis 14. Jänner 2014 EU-weit eine Million Unterschriften und hat „die Erforschung eines Weges zu emanzipatorischen sozialstaatlichen Rahmenbedingungen in der EU zum Ziel. Langfristig geht es darum, allen Menschen in der EU die Befriedigung ihrer materiellen Bedürfnisse zur Führung eines würdevollen Lebens gemäß den Vorgaben der EU-Verträge als bedingungsloses individuelles Recht zu garantieren und ihre gesellschaftliche Teilnahme durch die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens zu stärken.“

Elisabeth Wöran präsentiert Grundeinkommen für Kinder

Am Mittwoch, den 18. September von 16 bis 18 Uhr erklärt Elisabeth Wöran, warum ein Kindergrundeinkommen notwendig ist. Die Sozialarbeiterin kritisiert, dass die aktuellen familienbezogenen Förderungen nicht nur wenig transparent und mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden sind, sondern auch, dass diese an der hohen Armutsgefährdungsquote von Alleinerzieherinnen-Familien nichts ändern. Steuerliche Begünstigungen für Familien helfen denen mit niedrigem Einkommen wenig.

Stattdessen schlägt Wöran ein bedingungsloses Kindergrundeinkommen vor, das sich an den tatsächlichen Kinderkosten orientiert. Die Anspruchsberechtigung soll von der Familienform und dem Einkommen der Eltern unabhängig sein und den Kindern soziokulturelle Teilhabe ermöglichen, nicht nur die existenziellen Bedürfnisse decken.

Für Grundeinkommensbefürworter wie den Philosophen Karl Reitter (Autor des Buches „Bedingungsloses Grundeinkommen“, Mandelbaum Verlag, 2012) ist es gut vorstellbar, dass das BGE schrittweise zunächst für Kinder und Alte eingeführt wird.

 

Weitere Veranstaltungen in Planung

In Planung sind weitere Veranstaltungen für die 6. Internationale Woche des Grundeinkommens, etwa in Verbindung mit solidarischer Ökonomie und aus feministischer Perspektive.

VeranstalterInnen haben bis 26. August die Möglichkeit, ihre Termine für den gemeinsamen Flyer und den Internet-Terminkalender anzumelden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Europäische BürgerInnen-Initiative Bedingungsloses Grundeinkommen:

http://basicincome2013.eu

 

Weitere Informationen zum Grundeinkommen:

Homepage zur Grundeinkommensdemonstration in Berlin:

http://grundeinkommen-ist-ein-menschenrecht.blogspot.co.at/

https://www.facebook.com/events/502982379734558/

Rückfragehinweis für die Medien:

Margit Appel, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel: 0043-1-310515988